Dick, Dicker, Geistesschwach

Prof. Dr. Med. Probst schrieb 2013 in einer Ankündigung zum DSC03445Gesundheitskongress der Klassischen Naturheilkunde: Wir leben in einem geistigen Universum, und viele der landläufigen Erkrankungen haben eindeutig einen stark seelischen Hintergrund, weshalb wir mit unserer Methode zwar alle Krankheiten heilen, aber dummerweise eben nicht allen Kranken helfen können. Es ist genau dieser nicht geklärte energetische und seelische Hintergrund, der in diesen Fällen die Heilung erschwert oder sogar verhindern kann – trotz Rohkost.

Wenn die Psyche blockt, helfen die besten Heilmittel nicht. Wie Prof. Dr. Probst schreibt, ebenso wenig die Rohkost, wie es viele Rohköstler so gerne haben möchten. Diese Tatsachen bewogen uns (Anita und ich Simon), Ende der Achtzigerjahre, psychische Heilweisen zu entwickeln, welche die natürlichen und medizinischen Heilverfahren unterstützten oder gar überflüssig machen. Allerdings empfahlen wir allen unseren Klienten stets, sich eine gesunde Ernährung anzugewöhnen und verwiesen dabei auf die Klassische Naturheilkunde. Wir betrieben in diesem Sinne eine Gesundheitsfarm auf La Palma / Kanarische Insel.

Das Erkennen des psychischen Hintergrundes einer Krankheit war das A und O unserer Arbeit. Da wir rasch erkannten, dass viele Patienten nicht geheilt werden wollten, weil sie daraus einen Gewinn beziehen, galt bald die erste Sitzung der Abklärung dieser Möglichkeit. Dabei setzten wir non-verbale Methoden ein. Worte können Lügen, der Körper jedoch lügt nicht. Bei einem Nein wurde der Klient damit konfrontiert und er musste sich entscheiden ob er Heilung annehmen will oder nicht. Auch hier, ein Lippenbekenntnis wurde nicht akzeptiert. Wer beim Nein blieb, erhielt eine gehörige Ethikstunde und musste unsere Finca (oder früher das Institut) verlassen. Es ist schade für jedes Quäntchen Energie, die für solche Personen aufgebracht wird. Es sind Ausbeuter der schlimmsten Art. Sie schädigen nicht nur das Sozialsystem, die Gesundheits- und Krankenkassen, sie Betrügen auch Mitmenschen, indem sie Zuwendung und Pflege erschwindeln. (Siehe meinen Beitrag: Unheilbar)

Frühkindliche Prägungen können durchaus ein Krankheitsbild bestimmen, ebenso Sprichwörter und persönliche, kindliche Erfahrungen.

So hielt man es zu meiner Zeit für angemessen den Kleinkindern während der Nacht keine Nahrung zu verabreichen, sie Hungern und Schreien zu lassen, quasi zur Angewöhnung an unsere Erwachsenen-Kultur, welche in ihrer Nachtruhe nicht gestört sein wollte. Viele Mütter taten aus ihrer Prägung heraus genau das, was ihnen selbst angetan wurde, ohne darüber nachgedacht zu haben, was sie damit dem jungen Sprössling zufügen. Schliesslich haben sie überlebt und sind brauchbare Bürger geworden. Manches Kleine erlitt dadurch Hungerqualen und Todesängste. Ergab sich dann die Essensgelegenheit wurde gierig gesaugt und natürlich auch aus der erlebten Angst ein Zuviel des Guten eingenommen. Die frühkindlich erlebte Angst zu verhungern ist ein qualvolles Gefühl und kann später, aus dem Bewusstsein verdrängt, zum blinden Antreiber für reichliche Nahrungseinnahme werden. Manch Alkoholiker säuft sich auf Grund dieser frühen Erfahrung bei jeder Gelegenheit voll. Für andere ist es der Antrieb, um sich bei jeder Gelegenheit voll zu fressen, in der kindischen Meinung damit Vorsorge zu betreiben, oder sich einen Vorrat für den Notfall anzulegen. Da entstehen Übergewicht, Kot- und Gasbäuche in jeder Gewichtsklasse. „Sie saufen und trinken bis sie nicht mehr gehen können“, schreibt Dr. Nobuo Shioya in seinem Buch „Der Jungbrunnen des Dr. Shioya“, der immerhin über hundert Jahre alt wurde. Er sagte aber auch: „Hundert Jahre lang leben ohne senil oder krank zu sein – das ist unsere Bestimmung“. Das hat er uns beispielhaft vorgelebt. Er war Arzt/Heiler, Sportler, Partner.

Fazit: Die frühkindlich erlebte Angst zu verhungern kann verdrängt und zum blinden Antreiber für Vielfrass, Dick- und Fettleibigkeit werden oder in den Alkoholismus führen.

Prägungen sind Eindrücke welche Kinder vorwiegend zwischen dem zweiten und dritten Lebensjahr ganz objektiv aufnehmen und für das ganze Leben bestimmend sind – wenn sie nicht bewusst überdacht werden. Mehr darüber: http://www.dein-baby.net/659_pragung-was-einem-kind-vermittelt-wird/

Das Verhalten der Eltern und Bezugspersonen werden zum Vorbild. Sich wiederholende Sprüche und Aussagen werden wortwörtlich, gutgläubig wie Kleinkinder nun mal sind, aufgenommen und kommen ungeprüft zur Anwendung. Eine Grossmutter, welche die Krise der 1930er-jahren erlebte und anschliessend den zweiten Weltkrieg, duldete nicht, dass beim Essen Resten stehen blieben. Überfürsorglich wie sie war schöpfte sie zudem zuviel, so dass die kleine Enkelin nicht in der Lage war alles zu essen. Die Grossmutter konnte deswegen böse werden und drohte: „Du wirst noch einmal froh sein, wenn du diese Resten aufessen könntest!“ Die drohende Stimme und die Gebärden bewirkten, dass die emotionale Aussage das kleine Mädchen für ihr Leben prägte. Später, als Frau und Mutter, war es für sie eine Qual zu sehen, wenn Gatte und Kinder Speisen stehen liessen. Der Gatte negierte den sich wiederholenden Grossmutter-Spruch und machte seine Frau darauf aufmerksam, dass er dumm und einfältig sei. Den Kindern erlaubte er unter Bedingungen ein Zuviel an Speisen stehen zu lassen, immer auch dann, wenn die Mutter es gut meinte und zuviel schöpfte. Die Mutter schwieg. Unter dem Zwang der Grossmutter-Doktrin, die zum Gewissen geworden ist, begann sie jedoch die stehen gebliebenen Speiseresten vor dem Abwasch selbst aufzuessen – stets eine quälende Prozedur. Dabei wurde sie langsam dick und dicker, ihr Bauch wurde zum Abfalleimer. Sie kämpfte gegen das Dickwerden an, machte Abmagerungskuren – sie quälte sich bis zum Geht-nicht-mehr. Dabei hätte sie nur mit dem Restenessen aufhören müssen! Das geschah dann auch, einige Jahre später, als die Kinder, aufmerksam wie sie waren, sie darauf ansprachen. Sie öffnete sich und sprach sich innerhalb der Familie aus. Sie kam zur Einsicht. Wenige Monate später war sie wieder problemlos schlank und sexy.DSC03540

 

 

Leider muss immer wieder darauf hingewiesen werden, dass ausgerechnet Kranke mit psychischem Hintergrund, zum Beispiel Psychogener Rheumatismus oder Weichteilrheumatismus, (Fibromyalgie) sich strikte weigern, ihre Probleme psychotherapeutisch abklären zu lassen. Die Gründe dafür mögen vielfältig sein – eines ist jedoch sicher, ihre Krankheit bringt ihnen einen Gewinn. Oft ist es auch ein Stück Selbstbestrafung, weil sie einst einer unbequemen oder belastenden Bezugsperson den Tod wünschten, welche dann auch ohne irgendwelches persönliches Dazutun starb. Ihr Wunsch ging in Erfüllung und sie fühlen sich dadurch schuldig. Da sie in ihrer seelisch-geistigen Entwicklung stehen geblieben sind, können sie mit ihren Energien nicht umgehen. Sie sind ihren kindlichen Glaubenssätzen ausgeliefert. Statt die „Strafe Gottes“ abzuwarten, beginnen sie sich selbst zu bestrafen, um so den Himmel zu verdienen. Nun können sie „Höllen“-Qualen erleiden, teilweise ein Fegefeuer ohnegleichen – und ihr soziales Umfeld in Mitleidenschaft ziehen.

Eine hübsche, sehr dynamische Frau gebar zu ihrem Schrecken eine Tochter mit dem Down-Syndrom (mongoloid). Obwohl voller Unverständnis wandelte sie ihre Wut in Liebe und schenkte sie ihrer Tochter. Aber oft wünschte sie sich den Tod dieser, sie sehr belastenden, Tochter. Als sie endlich starb vergingen nur wenige Monate und die ersten Weichteil-Schmerzen begannen, die sich mit der Zeit bis zur Unverträglichkeit steigerten. – Eine aus dem Osten Deutschland stammende Frau wünschte sich oft insgeheim den Tod ihres Mannes. Ein Offizier der DDR, der zur Schulung oft in Moskau weilte, machte ihr Leben zur Qual. Er brachte ansteckende Geschlechtskrankheiten nach Hause, steckte sie an und er starb dann auch an deren Folgen. Ihre Todeswünsche gingen in Erfüllung. Kurz nach seinem Tode begann ihr Weichteil-Rheumatismus. Nichts desto trotz ging sie eine zweite Ehe ein. Mit emotionalen Erpressungen begann sie bald ihren neuen Partner oft bis zur Verzweiflung zu quälen. Seine Ethik verbot ihm die Scheidung und wurde so zum (Mit-)Leiden gezwungen.

Emotionale Erpressung des sozialen Umfeldes gehört in der Regel zu diesem Krankheitsbild. Alles reichlich geistesschwach. Ein bisschen Intelligenz würde zur Einsicht und zu Konsequenzen reichen. Da jedoch die meisten Leute lieber Gefühle des Mitleides pflegen, als der Wahrheit in die Augen zu schauen, sind Veränderungen beinahe ausgeschlossen. Leider! Dabei weiss man seit Buddhas Urzeiten (seit mehr als 2’550 Jahren), dass der bewusste Atem der Beginn einer tiefgreifenden Heilung sein kann, das Fühlen der subtilen Bewegungen des Atems – das Bewusstwerden des ein- und ausströmenden Atems. Das wäre ein Anfang, den alle Leute von sich aus ausüben können – und sonst gibt es viele Atemtherapeuten, die Klienten gerne hilfreich begleiten.

 

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