Wenn einer eine Reise tut …

Kreuzfahrt rund um Japan vom 30.9. bis 13.10.2018 mit der Celebrity Millennium

Was schulmedizinische Krankenbetreuung heisst, habe ich auf einer, durch Taifune behinderte, Kreuzfahrt rund um Japan erlebt. Ich war mit meiner Partnerin Anita unterwegs. Wir freuten uns einige kulturelle Sehenswürdigkeiten, die uns spirituell nahe standen, besichtigen zu können. Am vorletzten Tag, in Shimizu, machte das Schiff einen der üblichen Halte, um die Sehenswürdigkeiten zu besichtigen. Auch wir machten uns auf den Weg. Kurz nach verlassen des Schiffes, erlitt ich eine Streifung, (TIA) die sich wie ein innerer Schlag auf den Kopf anfühlte. Dazu kam ein sehr starker Schwindel, der mich aus dem Gleichgewicht warf. Geistesgegenwärtig konnte ich mich an einem Geländer festkrallen. Zudem befielen mich Seh- und Gehörstörungen. Mit Hilfe von Anita konnte ich mich, in der Nähe, auf einen Sockel im Schatten setzen. Nach einer halben Stunde ging es in einem Rollstuhl zurück aufs Schiff, in unsere Kabine, wo ich mich aufs Bett legte.

Mir wurde bald klar, dass ich in diesem Zustand unsere Reise rund um die Welt nicht fortsetzen konnte. Also entschloss ich mich, den Schiffsarzt zu konsultieren, um seine Meinung zu hören. Dazu wollte ich wissen, ob die Streifung Folgen haben könnte. Gegen Abend ging ich zum Schiffsarzt, in die für Notfälle gut eingerichtete Praxis.

Jetzt begann ein geistig sehr armseliges Theater, das mir bewies, wie eine Medizin, die lediglich auf Medikamente ausgerichtet ist, in solchen Fällen versagt. Der Blutdruck wurde gemessen. Er war leider immer noch etwas hoch. Ich sah bei den liebenswürdigen Arztgehilfinnen erschrockene Gesichter. Jetzt musste ein Blut-EKG gemacht werden. Dann samt Kleidern aufs Bett. Zwei gute Stunden am Blutdruck-Messgerät. Endlich kam der Arzt. Ein junger Typ. Er sah mich an, eine kurze Untersuchung und seine Diagnose stand fest: „Sie müssen sofort in ein Krankenhaus. Die Gefahr eines Schlaganfalls ist viel zu gross. Sie könnten sterben!“

Ich musste lachen und sagte ihm, dass das einem 89-jährigen keinen besonderen Eindruck mache. „Morgen sind wir in Tokio. Dort haben wir Bekannte, die mir bestimmt weiterhelfen. Jetzt vom Schiff zu gehen wäre für mich weit komplizierter und weitaus gefährlicher, als eine ruhige Nacht auf dem Schiff.“

Schliesslich war der überängstliche Mediziner damit einverstanden. Ich musste jedoch unterschreiben, dass ich gegen seinen Willen und auf eigene Verantwortung auf dem Schiff bleibe. Er verbot mir jedoch, für das Essen in den Speisesaal zu gehen und mit anderen Passagieren Kontakt aufzunehmen.

Für mich und meine Frau wurde es eine ruhige, problemlose Nacht. Mein Bewusstsein und meine geistige Haltung liessen mich nicht im Stich. Im Kontakt mit meinem Wesen vermochte ich die mich heilenden Energien einzusetzen. Ich fühlte mich jedoch sehr schwach und erschöpft. Für eine Weiterreise, mit anstrengenden Besichtigungstouren war ich bestimmt nicht mehr fähig. Also gab es für mich nur noch die sofortige Heimreise. Anita begann mit der Organisation. Ich hätte vom Schiffsarzt nur noch eine entsprechende Bestätigung gebraucht.

Der Arzt jedoch wusste es offenbar besser. Ohne ihn wären wir ruhig vom Schiff gegangen, hätten mit Hilfe unserer Bekannten in Tokio einen Arzt aufgesucht und wären anschliessend direkt nach Hause geflogen. So aber hat uns der offensichtlich hilflose Arzt zu sinnlosen Kosten gezwungen, die an uns hängen blieben.

Am Morgen, wie abgemacht, gingen wir in die Arztpraxis. Wir wurden vor fertige Tatsachen gestellt. Es war alles vorbereitet: Ich musste das Schiff sofort verlassen. Die Einweisung ins lokale Krankenhaus von Yokohama war organisiert. Wenn ich mich weigern würde, müsste ich das Schiff trotzdem verlassen. Anita musste im Eiltempo die Koffern packen und die Kabine frei geben. Ich sagte dem Arzt ausdrücklich, dass die Folgen der Streifung behoben seien und ich von ihm lediglich noch ein Zeugnis brauche, das mir meine sofortige Heimreise bewilligt. Seine Haltung jedoch brachte klar zum Ausdruck, er war als Arzt nicht fähig, Verantwortung für einen betagten Passagier zu übernehmen.

Er wies mich vom Schiff.

Schliesslich war ich mit einer sachgerechten Untersuchung einverstanden. Es diente auch zu meiner Beruhigung. Zudem wünschte ich eine Bestätigung, dass ich (heim-) reisefähig bin.

Die Untersuchung mit den Röntgenaufnahmen bestätigten, dass sich das Blutgerinnsel im Gehirn aufgelöst hat. Die Gefahr für einen Schlaganfall war jedoch immer noch akut. Der Heimreise stünde jedoch nichts im Wege. Es wäre allerdings ratsam, wenn ich vorher einige Tage Ruhe geniessen würde. Ein entsprechendes Hotel liesse sich in Tokio leicht finden.

Wir fuhren zum Schiff zurück und verlangten, dass wir die bezahlte, letzte Nacht auf dem Schiff verbringen können. Es dauerte eine gute Stunde bis wir in unsere Kabine kamen – die bereits für neue Gäste hergerichtet war, die am kommenden Morgen aufs Schiff kommen sollten. Nach einiger Zeit wurden auch die bereits gepackten Koffer wieder gebracht. Wir durften jedoch weiterhin keinen Kontakt mit anderen Passagieren pflegen. Das Essen mussten wir in die Kabine einnehmen.

Der junge Arzt liess sich nicht mehr blicken. Zum Abschluss stellte er einen Krankenbericht aus, der wohl seiner geistigen Armseligkeit entspricht, nicht aber den gegebenen Tatsachen.

Meine Frage: Wie kann ein seinem Wesen entfremdeter Mediziner noch Arzt sein?

*

Die Borniertheit der westlichen Schul-Medizin nahm in Santa Cruz de Tenerife ihren Fortgang. Um meinen Zustand zu überprüfen und zugleich um die zuständige Sozialversicherung zu orientieren, ging ich, in Begleitung meiner Frau und meinem Sohn Martin, ins Centro de Salut. Wiederum die üblichen Vor-Abklärungen und sofort wollten sie mich isolieren. Weder meine Frau noch mein Sohn sollten mich begleiten dürfen, obwohl ich nach der Streifung mich auf Spanisch kaum mehr verständigen konnte. Nach einer kurzen Auseinandersetzung stand ich auf und verliess ohne weitere Diskussion das Zentrum. Ein junger Arzt eilte mir nach und wollte mich zurück holen. Ich wies ihn zurück.

Anderntags suchte ich einen alternativen, privat praktizierenden Arzt auf, der mir all das empfahl, was Anita und teils auch ich, seit gut dreissig Jahren selber tun und pflegen. Zudem gab er mir blutdrucksenkende Tabletten – ach ja, und ein Blutdruck-Messgerät zur täglichen Kontrolle des Blutdrucks, morgens und abends.

Geheilt habe ich mich im Kontakt mit meinem Wesen und mit Hilfe der universellen schöpferischen Energie. Mit 89 Jahren habe ich ja genügend Zeit dafür – immer begleitet von der Liebe meiner Partnerin Anita.

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