Wohlgefühle als Nahrung für die Zellen

Wissenschaftlich wurde in den letzten Jahren mehrfach bewiesen, dass Gefühle eine direkte Wirkung auf die Körperzellen haben. Diese wissenschaftliche Erkenntnis sollte eigentlich genügen, um sich selber zuliebe seine Gefühle zu pflegen. Es ist eine Frage der Bewusstheit. Es geht auch hier um das Erkennen innerer Phänomene, welche die Freiheit einschränken. Innere Phänomene sind, dank der westlichen psychologischen Fakultäten, keine Dämonen mehr, sondern psychisch-geistige Behinderungen, die jederzeit durch Einsicht aufgelöst werden können.

Sich seiner Gefühle bewusst werden und sie nicht mehr blind hinnehmen ist eine Sache der Wachheit und des Sich-selbst-Beobachtens. Es geht darum Gefühle zu meiden, die schädlich sind und jene Gefühle zu pflegen, welche wohltuend auf Körper und Gemüt wirken.

Da die Zeit auf das Bewusstsein keinen Einfluss hat, ist die Vergangenheit stets gegenwärtig und kann blindlings ins Zeitgeschehen eingreifen. Das ist einfach zu
verstehen: Frühe Erfahrungen aus der Kindheit und Jugend gestalten das Hier und Jetzt mit und weisen ebenso in die Zukunft. So können Prägungen aus der Kindheit die schönen, situationsbedingten Momente des Augenblicks trüben oder sogar zerstören, nur weil ein übler, jedoch gut gemeinter elterlicher Glaubenssatz das Schönhaben nicht erlaubt. Vielleicht wurde auch das eigene Wesen durch eine kurzsichtige Erziehung derart unterdrückt, dass negative Gefühle auf das Leben hin entstanden, dass Lust und Freude gar nicht mehr oder nur noch beschränkt möglich sind. Vielleicht geschah auch, dass Liebe in Hass umkippte und dadurch die eigenen Zellen der Zerstörung ausgeliefert sind.

Negative Gefühle wirken auf die Zellen immer zerstörend, fördern Krankheiten und vorzeitiges Sterben. Ein krasses Beispiel dafür ist der Krebs. Die psychisch-geistigen Hintergründe dafür sind zur Genüge bekannt. Meist leidet der/die Betroffene an einem als Fehlverhalten empfundenen Ereignis, das er/sie als Geheimnis verschlossen in sich herum trägt, das er sich selber nicht verzeihen kann und zur Selbstzerstörung führt. Vielleicht eine vermeintliche Sünde auf ein kirchliches Gebot, ein Fehltritt oder ein Ungenügen seiner Selbst. Etwas jedenfalls, das man geheim halten muss, das niemand erfahren darf. Oft sind es auch Schuldgefühle. Da jedes Schuldgefühl nach Strafe schreit, muss Strafe sein, auch wenn sie nüchtern betrachtet kindisch ist und für das Bewusstsein ohne Bedeutung. Gefühle habe ihre eigene Intelligenz.

Die junge Frau, die zu mir in die Praxis kam, litt an Hautkrebs. Chemotherapie war angesagt. Meine Partnerin und ich begannen sofort mit einer energetischen Therapie, in welcher der Klient durch die Kleider hindurch sanft berührt und mit heilender Energie genährt wurde. Da sie als frisch verheiratete Frau nicht sterben wollte, war es für mich ein Leichtes ihr das streng gehütete Geheimnis zu entlocken, vor allem wegen ihren unbewussten Übertragungen auf meine Partnerin und mich. Sie suchte meine Nähe und mied meine Partnerin. Sie entwickelte sogar Eifersucht auf sie. Ihr Problem war leicht durchschaubar. Als drei bis fünf jähriges Mädchen verliebte sie sich in den Vater und wollte mit ihm schlafen. (Das weibliche Pendant zum Ödipuskomplex). Sie ging in Konkurrenz zur Mutter und wünschte ihren Tod. Erschrocken darüber, dass sie solche Gedanken hegen konnte, verurteilte sie sich und entwickelte ein schlechtes Gewissen. Dass sie im Innersten so schlecht war, konnte sie sich nie verzeihen. Aus Angst vor Liebesverlust wagte sie es auch nicht es jemandem zu sagen. Damit begann die Selbstzerstörung.

Nach ihrer „Beichte“, in einer der nächsten Sitzungen, bekam die junge Frau einen Lachanfall, der über 20 Minuten andauerte. Dazwischen sagte sie mehrmals: „Jede Zelle lacht!“ Bald war sie gesund und die Mediziner fanden keine Erklärung dafür. Was sie ihnen sagte, stiess auf Unverständnis. Heute, mehr als zwanzig Jahre später lebt sie als glückliche Frau und Mutter im Kreise ihrer Familie.

Feindbilder

Aus der sozialen Stellung der Familie heraus entstehen Freund- und Feindbilder, die auf das Leben einen starken Einfluss nehmen. Das Leben besteht aus Imaginationen. Jeder Handlung geht eine Imagination voraus. Schon das morgendliche Aufstehen ist mit Imaginationen beladen. Vielleicht gab es sogar eine schlaflose Nacht, weil die Vorstellungskraft mit einem Problem
beschäftigt war. Dass Vorstellungen und Gedanken Gefühle auslösen gehört zum Alltag des Lebens, ist vielleicht das Leben selbst.

Menschen mit einem Feindbild schaffen sich immerzu negative Gefühle, die auf die Zellgewebe zerstörend wirken. Sie kämpfen in ihrer Fantasie oft über Jahre einen imaginären Kampf gegen einen eingebildeten Feind.

Beispiel: Als der Vater starb übertrug die Mutter das Feindbild auf ihren Sohn und kämpfte in ihrer Fantasie mit ihm, ohne dass er davon eine Ahnung hatte. Er bemerkte lediglich ihre kühle Distanziertheit, mass dem jedoch keine besondere Bedeutung bei. Kurz vor ihrem 80sten Geburtstag bekam er einen Telefonanruf von ihr mit einem Friedensangebot. „Können wir nicht Frieden schliessen? Ich glaube, wir haben nun lange genug miteinander gekämpft.“ Der Sohn war perplex. Er war so überrascht, dass er nur immer wieder: „Ja, natürlich“, sagen konnte. Zum Schluss kam dann noch ihr Beweggrund für das Friedensangebot zum Vorschein. „Also, dann kommst du zu meinem 80. Geburtstag?“ „Ja, natürlich.“

Da gibt es immer wieder Gruppen, oft mit religiöser Vorgabe, Sekten und sonstige Klüngelgruppen, die pflegen ein gemeinsames Feindbild, um sich in ihrem Gutsein so richtig zu spüren und zu bestätigen. „Wir sind die Guten, und wer nicht so ist wie wir, sind die Bösen“. Dementsprechend ist ihr Verhalten. Sie distanzieren sich von den andern, grüssen nicht mehr, meiden Begegnungen, im Extremfall werden sie militant.

Eigentlich absurd, dass angeblich Erwachsene sich derart kindisch benehmen und sich dadurch selbst das Leben erschweren.

Und wer kennt sie nicht? All die politischen Regime, welche Feindbilder propagieren. Oder Glaubenskriege, wo die einen Guten die anderen Guten des gleichen Gottes als böse bekämpften? Mit solchen Hintergründen kann es keinen inneren und äusseren Frieden geben – auch kein friedliches und gesundes Altwerden, denn die Zellgewebe sind durch die unguten Gefühle der konstanten Zerstörung ausgeliefert. Das ist der Hintergrund vieler Altersbeschwerden und Krankheiten.

Mit der gleichen Energie liesse sich auch ein Freundbild pflegen. Da Feindbilder in der Regel imaginierte Eigenproduktionen sind, wäre es im Grunde einfach, diese aufzulösen. Das Feindbild in den Fokus nehmen, ihm in die Augen schauen und im sagen: „Ich verzeihe dir!“ Das Innere wird zwar empört nein schreien, nie und nimmer! Nach einigen Wiederholungen jedoch wird der innere Widerstand abnehmen und sich bald auflösen. Hinter dem gegenwärtigen Feind kommt meist das eigene Bild (Selbstbildnis) zum Vorschein. Und sich selber verzeihen ist die beste Medizin um den inneren Frieden zu finden. Das würde die Zellen wohltuend nähren und das biologische Leben verjüngen.

Wohlgefühle sind die Quelle ewiger Jugend!

Hinweis: Die Wissenschaft (Quantenphysik) hat während den letzten 20 Jahren mehrfach nachgewiesen, dass Gefühle einen direkten Einfluss auf die Zellen haben und sogar die DNS/DNA verändern können.

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