Wenn der Körper voller Schmerzen ist

Wenn die Seele leidet, leidet auch der Körper.

Der Körper ist der Übersetzer
der Seele ins Sichtbare. (Morgenstern)

Psychosomatik ist die Lehre, wie Körper, Psyche und Geist einander beeinflussen.

Der Mensch ist eine Einheit von Körper, Seele und Geist. Somit ist die Seele bei jeder Krankheit mitbetroffen. Die psychosomatische Medizin geht von diesem Ansatz aus.

Unter psychosomatischen Erkrank-ungen versteht man körperliche Erkrankungen, die durch psychische Belastungen und Faktoren hervorgerufen werden.

Der Körper ist gesund, trotzdem ist er voller Schmerzen. Der Erkrankte leidet an Beschwerden, die medizinisch nicht erklärbar sind. Die Mediziner haben keine Ahnung woher die Schmerzen kommen. Die Folge davon ist, dass solche Patienten über Jahre hinweg falsch behandelt werden. – bis Organe durch chronische Belastungen wirklich geschädigt sind –.

Die Schmerzen sind eine Antwort auf eine katastrophale Situation, die in der frühen Kindheit geschehen ist.

Solange die Schulmedizin psychische Ursachen für eine Krankheit ausschliesst, ist sie unfähig zu heilen. Medikamente bewirken bestenfalls eine Linderung der Schmerzen. Mehr nicht.

Für viele Menschen ist es einfacher innere Probleme zu verdrängen, als sie bewusst anzugehen und sie zu lösen. Den Meisten ist dabei unbekannt, dass verdrängte Probleme Schmerzen und Krankheiten auslösen können. Emotionale Probleme können Organe angreifen und schwächen. Der Weg zum Arzt und eine Tablette dagegen ist bequem und einfach, löst jedoch die Ursache des Schmerzes nicht auf. Zum vermeintlichen Wohl wird der Körper mit Tabletten vollgestopft, sehr zur Freude der Aktionäre der Pharmaindustrie. Mit wachem Bewusstsein auf den Hintergrund des Schmerzes eingehen wäre die wirksamere und billigere Lösung. Es könnte jedoch die soziale Struktur, in der man lebt, verändern und das macht Angst.

Im Buddhismus wird das Nicht-Wissen-Wollen um die inneren Phänomene als Sünde bezeichnet: „Die grösste Sünde jedoch ist das Nicht-Wissen um die inneren Phänomene, denn das behindert das geistige Wachstum.“

Es gibt eine Unzahl von psychischen Störungen, welche auf die Organe schlagen. Der Magen, zum Beispiel, ist sehr empfindlich dafür. Er reagiert auf Abneigungen, auf Machtlosigkeit, Mangel an Selbstsicherheit, auf Hass und Gier, aber auch auf Besessenheit. Der Magen muss ja nicht nur das Essen verdauen, er reagiert auch auf Vorstellungen und Ideen. Die Vorstellung, der Partner könnte fremdgehen löst einiges an Leidenschaften aus. Die Angst nicht zu genügen kann zu Magengeschwüren führen. Anhaltende Ungewissheit und schlimme Befürchtungen sind der Nährboden für eine Gastritis.

Schuldgefühle sind die Ursache vieler Leiden. Schuld sucht stets nach Sühne. Verdrängt führen sie zur Selbstzerstörung, zu chronischen Krankheiten, wobei die Niere besonders gefährdet ist. Dauerhaftes Leiden ist angesagt. 

Ein typischer Fall:
Auf seiner Heimreise wurde ein Gast im Flughafen Schiphol in Amsterdam bei der Kontrolle wie ein Drogendealer rücksichtslos durchsucht. Er fühlte sich misshandelt und als Fluggast unerwünscht. Während des Fluges meldeten sich die ersten Schmerzen, die sich nach einem laienhaften Landeflug noch verstärkten. Wieder zu Hause steigerten sich die Schmerzen bis zur Unverträglichkeit. Lokalisieren liessen sie sich schlecht, alles deutete jedoch auf eine Gastritis hin. Rasch zum Arzt. Nach der Untersuchung die Einweisung in den Notfall. Blutentnahme. Röntgenaufnahmen. Ergebnis: Blutbild einwandfrei, die Röntgenaufnahmen zeigten keinen Befund. Mit Tabletten nach Hause geschickt. Die Tabletten bewirkten nur ein kurze Erleichterung. Nachts erneut in den Notfall. Drei Ärztinnen kümmerten sich um den Fall. Schliesslich an den Tropfer. Es vergingen satte dreissig Minuten bis das Medikament zu wirken begann. Nach einer Stunde, vollgestopft mit Antibiotika, war er schmerzfrei. Für die Medizin gab es keinen Grund für die Schmerzen – kein Symptom. Er wurde mit weiteren schmerzstillenden Medikamenten versorgt. Resultat der Untersuchungen: Ein völlig gesunder Körper mit kaum ertragbaren Schmerzen.

Für die Psychosomatik ein klarer Fall: Die Erfahrungen im Flughafen Schiphol, erinnerte das Unbewusste des Patienten an sein Geburtstrauma: Das Unerwünscht-sein durch seine Eltern, insbesondere jenes seiner Mutter. Sie wollte ihn nicht, sie lehnte ihn ab. Sie liess ihn in der Krippe darben. Er überlebte gegen den Willen der Eltern. Für das Neugeborene ein Wahnsinns-schmerz. Unerwünscht, ungeliebt in ein Milieu des Hasses hinein geboren. Es dauerte beinahe ein Jahr bis er das Trauma aufgearbeitet hatte, mit Hilfe einer psychosomatischen Betreuung, eines verständnisvollen Arztes und einer liebevollen Gattin. Dabei musste er immer wieder wahrnehmen: Mein Körper ist gesund und trotzdem bin ich voller Schmerzen.

 

 

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