Thailand Ade!

Weshalb ich mich in Thailand nicht niederlassen kann:

20110328-082544-DSC05218Es gibt in Thailand einen ernst zu nehmenden Faktor mit krank-machendem Einfluss, dem ausgerechnet betagte Menschen vermehrt ausgesetzt sind: Das nasse, tropisch-heisse Wetter. Das kann zu verheerenden Folgen führen. Sobald äussere Hitze die Blutebene durchdringt, kann Verwirrung und Bewusstseinsverlust eintreten, können tonisch-klonische Krampfanfälle, Schüttelkrämpfe und Schwindelgefühle auftreten. Es kann auch zu hohem Fieber führen. Es entsteht ein energetisches Ungleichgewicht und kann im Koma enden. Schlimm, ja tragisch ist der kaum bemerkbare, schleichende Bewusstseinsverlust. Anfänglich sind es kleine Vergesslichkeiten, Trägheit, Willensschwäche und dem Alzheimer ähnliche Zustände, die meist humorvoll und spöttelnd übergangen werden.

Die Feinmotorik wird schleichend zerstört. (Fein-Motorik, etwas, das den meisten Einheimischen abgeht, sehr zum Vorteil jener Euro-Männer, die deshalb ihr häuslich-sexuelles Glück erwerben können).

 

Die westliche Medizin hat dafür keine Bezeichnung. In gemässigten Klimazonen gibt es diese Krankheit nicht. Die traditionelle Chinesische Medizin hingegen hat dafür eine Bezeichnung. Sie wird Leberwind genannt und kann mit Akupunktur behandelt werden. Schutz bietet jedoch nur Abkühlung und der Aufenthalt in kühlen Räumen – ein Leben im Kühlschrank. Abhilfe schafft das Leben in einer gemässigten Klimazone.

Thailänder schützen sich mit dicken Kleidern vor den Strahlungen der Sonne, besonders bei der Arbeit im Freien.

Zudem lässt die medizinische Versorgung in Thailand sehr zu wünschen übrig. Die Krankenhäuser sind Profitcenter nach amerikanischem Vorbild. Die Konkurrenz ist gross. Da wird sehr viel Überflüssiges angeordnet, sinnlose Untersuchungen durchgeführt und überflüssige Medikamente verschrieben und in Rechnung gestellt. Viele Ärzte sind lediglich Medikamentenverkäufer. (Siehe auch meinen Beitrag „Krank in Thailand“.https://simon.siegrist.tv/blog/krank-in-thailand/)

Ein mir bekanntes, betagtes Schweizer Ehepaar kaufte in einer Seniorenresidenz in Hua Hin eine Wohnung, um das Alter in der Wärme und der Schönheit der tropischen Natur zu verbringen. Der Mann, in seinem Leben ein aktiver Gestalter, erlag nach anfänglich guter Zeit, dem Leberwind mit all seinen lästigen Folgen der Willensschwäche, der Trägheit, und dem Bewusstseinsverlust. Er reiste in die Schweiz zur ärztlichen Abklärung. Ihm wurde ein Aktivierungsprogramm empfohlen, das er annahm und durchspielte. Bald war er wieder wie früher in seiner Energie, fit und gesund. Also zurück nach Thailand – nach kurzer Zeit jedoch: Rückfall in den alten, trägen Zustand. Das heiss-feuchte, tropische Klima raubte ihm jegliche Unternehmungslust und Lebensfreude, jene positive Lebensenergie die nur durch ein aktives Gebrauchtwerden zur Entfaltung kommt.

Inwieweit das gemässigte Klima in Europa beim Aktivierungs-programm zum Erfolg beigetragen hat, ist nicht klar. Ich persönlich habe damit eine markante Erfahrung gemacht. Am 29. Februar 2009 schrieb ich in unserem Reiseblog:

Nach einer mehrtägigen Reise von Bangkok über Zürich und Teneriffa sind wir wohlbehalten auf La Palma angekommen. Mit der Air Berlin konnten wir via Düsseldorf bis Teneriffa durchbuchen. Wir haben jedoch in Zürich und Teneriffa Zwischenhalte eingeschaltet. Da keine Verpflichtungen auf uns warteten, konnten wir unsere Reise gemütlich gestalten.
Es war eine Reise aus der tropischen Wärme in die Europäische Kälte und in die kanarische Frische, die uns aus der „Lethargie der tropischen Wärme“ weckte, und uns zum Bewegen anregte. Eine erstaunlich wohltuende Erfahrung. Durch das Bewegtwerden und der Frische geht es mir (Simon) wesentlich besser. Eine persönliche Entdeckung, die ich zu Herzen nehme und mich bestimmt zu neuen Entscheidungen führen wird.

Die Entscheidung traf ich allerdings erst 2012 und verliess Thailand Mitte März 2013. (Die Schönheit der tropischen Natur hält mich heute noch gefangen …)

Nachtrag: Mitte September 2014. Anita und ich sind jetzt seit anderthalb Jahren wieder in unserem Haus auf La Palma (Kanarische Insel). Wir sind beide gesund. Das trockene, oft auch kühle Wetter um die 18 Grad hält uns munter und lässt uns vieles unternehmen. Auch die trockene Hitze bei 30 Grad ist angenehm und nicht belastend wie die heisse Feuchtigkeit inThailand.

Ein Besuch zu Weihnachten/Neujahr 2014/15 bei Bekannten in Hua Hin bestätigte die Richtigkeit meines Entschlusses. Nach kurzer Zeit wurde ich von den tropischen Einflüssen eingeholt und die gesundheitlichen Störungen begannen erneut! Wiederum Alzheimer ähnliche Zustände. Dazu kommen auch noch kulturelle Aspekte, die es mir verunmöglichen in diesem Land Fuss zu fassen.


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