Gefühle und Wohlgefühle

Wie Gefühle entstehen? Diese Frage ist heute leichter zu beantworten, als vor Jahren als das Quantenbewusstsein vom menschlichen Verstand noch nicht verstanden wurde. Es gibt zweierlei Gefühle. Gefühle wie Ärger, Wut, Trauer, Schmerz, Angst, Sorge sind von etwas anderem abhängig, z.B. von Situationen, Gedanken, Erinnerungen. Sie haben keinen Bestand und ändern sich noch und noch.

Jeder kann es selber ausprobieren: Denk an deinen Partner und sofort entsteht ein Gefühl, das dauert bis du z.B. an deine finanzielle Situation denkst. Und schon entsteht ein anderes Gefühl. Durch dein Denken kannst du unzählige Gefühlszustände entstehen lassen, die keinen Bestand haben. Das gleiche ist von den Situationen zu sagen, denen du im Laufe eines Tages begegnest. Stetige Veränderung der Gefühlslagen. Trauer entsteht, wenn du einen Verlust erlitten hast, du ärgerst dich, wenn dein Partner die Schuhe mitten in der Stube stehen lässt, du freust dich über ein schönes Geburtstagsgeschenk. Beachte einmal die Veränderungen, wenn du dich erinnerst: Jugendzeit, Schule, Bruder, Schwester. Denke an deine Ferien.

Wohlgefühle sind anderer Art. Sie kommen aus dem Bewusstsein, sie haben bestand und sind von Situationen unabhängig. Sie sind frei von Bedingungen und Umständen. Grundlegend ist die Stille. Es ist als ob daraus Wohlgefühle fliessen würden: Frieden, Freude, Glückseligkeit, die bedingungslose Liebe u.a. Mit meiner Seins-Erfahrung vor mehr als 50 Jahren kam ich zu den ersten Wohlgefühlen. Das waren Frieden, Glück und Gnade. Wenn du im Wohlgefühl Frieden bist, bleibt dieses auch bei widrigen Umständen bestehen, du siehst die Veränderungen, aber sie lassen dich in Frieden.

Bei dieser Erfahrung entstand auch mein Bewusstsein.

Aber wie kann man das Bewusstsein wahrnehmen, das uns Wohlgefühle vermittelt? Die Antwort ist einfach: Immer dann, wenn wir ohne Gedanken sind. Zum Beispiel im Staunen. Im Staunen ist der Mensch in jenem gedankenfreien Zustand, der ihn mit dem Bewusstsein in Verbindung bringt. Und schon sind Wohlgefühle da.  Es ist die Erholungsquelle in der Natur – immer dann, wenn wir die Schönheit der Natur auf uns wirken lassen. Geniesse das Staunen bei der Betrachtung einer Rose!

Wer die Schönheit erkennt, kommt in den direkten Kontakt mit der Schöpfung, denn Schönheit ist der direkte Ausguss der Schöpfung. Für gewisse Kirchen ist Schönheit der direkte Ausguss des Heiligen Geistes. Sei es wie es will, Schönheit ist die Quelle ewiger Jugend, der Heilung und der Freude und steht direkt im Kontakt mit dem Bewusstsein. Der tägliche Kontakt ist dadurch gegeben.

Aber es gibt auch eine meditative Möglichkeit, die überall anwendbar ist. Es ist der Raum zwischen den Gedanken. Richte deine Aufmerksamkeit auf deine Gedanken. Sobald ein Gedanke zu Ende ist, entsteht ein freier Raum, bis der nächste Gedanke kommt. Nimm diesen freien Raum wahr. Augenblicklich kannst du das Bewusstsein wahrnehmen. Sofort entsteht ein Wohlgefühl. Es geht jetzt darum diesen freien Raum auszudehnen. Dieses Spiel kann jederzeit durchgeführt werden – auch während der Arbeit.

Wer diese Abläufe erkennt, bekommt eine magische Macht über seine Gefühlswelt.

Auch der bewusste Atem hilft. Beachte wie dein Atem in dich hineinströmt und wie er dich wieder verlässt. Solange du dich auf den Atem konzentrierst, können keine neue Gedanken entstehen. Alles ist eine Übungssache. Eine lohnenswerte.

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